TRAUMATHERAPIE 


“Trauma is not what happened to you,
it is what happens inside you as a result of what happened to you.”

Gabor Maté


NARM - das Neuroaffektive Beziehungsmodell

Das Neuroaffektive Beziehungsmodell (NARM)  wurde von Dr. Laurence Heller, einem langjährigen Dozenten für „Somatic Experiencing“ entwickelt.

Es ist ein psychodynamischer und körperorientierter Ansatz für die Behandlung von Beziehungs-, Bindungs- und Entwicklungstrauma, der gleichzeitig mit der Dysregulation des Nervensystems, mit gewachsenen Identitätsverzerrungen und mit deren wechselseitiger Verflechtung arbeitet.


Entwicklungstraumata entstehen durch Lebensphasen (vorwiegend in der Kindheit), in denen man sich an eine Umgebung anpassen musste, die den Ausdruck und die Entwicklung der eigenen Individualität und „Wahrheit“ nicht erlaubte. Die existenzielle Notwendigkeit nach einem stabilen Kontakt zu den Bezugspersonen macht es für das Kind  oft notwendig, die eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund zu stellen. Wir entfremden uns dabei von unserem Körper, verlieren die Verbindung zu unseren Emotionen und entwickeln in der Folge Identitätsverzerrungen (zb. Schuld und Scham) und Beziehungsstörungen.


NARM beruht auf der Grundannahme, dass die unzureichende Befriedigung früher biologischer Grundbedürfnisse die somatische und affektive Selbstregulierung, die Identität und die Beziehungsfähigkeit deutlich beeinträchtigt. In dem Ausmaß, in dem unsere biologischen Grundbedürfnisse in der Kindheit nicht befriedigt werden, entwickeln wir auf somatischer Dysregulation beruhende Überlebensstrategien.


NARM arbeitet mit diesen aus dem Verlust der Verbindung entstandenen und im weiteren Leben unbewusst wirksamen Überlebensmustern auf den Ebenen von Identität, Emotion, Physiologie und Verhalten.


Durch das gleichzeitige Arbeiten auf der körperlichen und der psychischen Ebene menschlichen Seins ermöglicht NARM die Verbindung mit sich selbst, den Gefühlen, dem Körper und der eigenen Lebendigkeit zu vertiefen oder wiederherzustellen. Dies ist, ebenso wie die Verbindung mit anderen, unser tiefstes Bedürfnis und unsere größte Herausforderung im Leben.


Die Arbeit ist nicht-regressiv, ressourcenorientiert und erfolgt beziehungsbezogen im Hier-und-Jetzt.


In  folgendem Video kannst du Laurence Heller, den Entwickler von NARM während  einer Sitzung sehen: https://www.youtube.com/watch?v=NsfY0q3Ieto



Achtsamkeitsfokussierte Stressregulation und Traumaverarbeitung - AFSR©

Die Achtsamkeitsfokussierte Stressregulation© nach Mag. Sabine Griesebner ist ein ganzheitlicher, achtsamkeits- und körperorientierter Therapieansatz zur Regulation von Stress, zur Verarbeitung von Schock, Entwicklungs- und Bindungstraumata und zur Integration von körperlichen wie emotionalen Erfahrungen. Er kombiniert Achtsamkeit, somatische Traumaarbeit (z. B. Brainspotting, Ego-State-Arbeit), Innere-Kind-Arbeit und Aspekte der Aufstellungsarbeit, um das körpereigene Selbstregulations- und Heilungspotenzial zu aktivieren und einen sicheren Raum für Veränderung zu schaffen. AFSR betont das „Hier und Jetzt“ und arbeitet ressourcenorientiert, ohne dass Klient*innen zwingend die traumatischen Inhalte bewusst rekonstruieren müssen. 


Die Methoden und Techniken der Achtsamkeitsfokussierten Stressregulation:

 

  • Erforschung der blockierten Traumadynamik (Fight-Flight-Freezereaktion) und deren Auswirkungen auf alle Ebenen des Erlebens
  • Durch dieses achtsame Erforschen entsteht der Raum, in dem das Selbstregulationspotential wieder aktiviert wird und wirken kann
  • Arbeit auf der Ebene des Zentralnervensystems durch bilaterale Musik und Fokussierung der Augen auf einen Punkt
  • Arbeit mit Egostates (traumatisierte Ich-Anteile, Überlebens-Ich-Anteile, Opfer/Täter-Introjekte, usw.)
  • Integration abgespaltener oder überaktivierter Emotionen
  • Arbeit mit unbewussten einschränkenden oder hinderlichen Überzeugungen und Glaubenssätzen
  • Arbeit mit körperlichen Symptomen
  • Inneren Kind Arbeit

 

Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass KlientIn und TherapeutIn nicht wissen müssen, was das ursprünglich auslösende (traumatisierende, verletzende) Ereignis war, um die Folgen und Symptome auflösen zu können. 



Integrative emotionale Körper und Atemarbeit 

Körperliche und emotionale Abspeicherungen und Blockaden werden gelöst und die gedeckelte Energie ins Fliessen gebracht. Eine tiefe Transformation der zugrundeliegenden Themen wird in Bewegung gesetzt und die eigene Kraft zunehmend spürbar. Wenn der Körper loslässt, wird der Atem frei, das Fühlen wieder lebendig und der Körper wieder als zuhause erlebt.