AUFSTELLUNGEN

Arbeit mit Systemen, Polaritäten, Symptomen und inneren Anteilen

Ich arbeite in der Aufstellungsarbeit mit unterschiedlichen Ansätzen, die ich in der Fülle meiner Ausbildungen lernen durfte. Bekannt sind diese unter Begriffen wie z. B. Familienaufstellung, Systemaufstellung, Selbstbegegnung mit der IoPT, Innere Kind Aufstellungen, Arbeit mit Ego-States, Polaritätsarbeit oder Symptomaufstellung. Die IoPT und die Polaritätsarbeit stelle ich weiter unten näher vor.


Gemeinsam ist ihnen, dass durch das Einfühlen in unterschiedliche Positionen, Symptome und innere Anteile jeder Anteil „zu Wort kommen“ kann. Es wird sichtbar und bewusst gemacht, welches Alter, welche Erinnerungen, welche Absicht, oft verletzte Bedürfnisse und Gefühle einem Anteil innewohnen – Informationen, die allein mit dem Verstand meist nicht zugänglich sind. Durch dieses Gesehen Sein kann viel an Heilung geschehen.


So wird ermöglicht, sich selbst tiefer kennenzulernen und besser zu verstehen. Nach und nach entsteht ein feineres Gespür für die verschiedenen inneren Reaktionen und Schutzmuster, sodass man z. B. in „Triggermomenten“ bewusst wahrnehmen kann, aus welchem Anteil heraus eine Reaktion entsteht und so selbstverantwortlicher und aus einem Erwachsenenbewusstsein heraus handeln kann.

„Wer nach außen schaut, träumt,

wer nach innen schaut, erwacht.“

Carl Gustav Jung

IoPT - Identitästorientierte Psychotraumatherapie


Die Identitätsorientierte Psychotraumatherapie (IoPT) nach Dr. Franz Ruppert (Psychologe und Traumatherapeut) ist eine Methode der Selbstbegegnung, die besonders bei traumatischen Erfahrungen, Schutzmustern, belastenden Beziehungserfahrungen oder wiederkehrenden Symptomen wie Stresszuständen, Ängsten, psychosomatischen Beschwerden oder Beziehungsproblemen hilfreich und klärend ist.


Dr. Ruppert beschreibt bei Traumata eine Spaltung in drei Anteile:


  • Der gesunde Anteil – repräsentiert die eigentliche Lebenskraft, den Wunsch nach Wahrheit, gesunden Beziehungen, Eigenverantwortung und Realitätsbezug.
  • Der traumatisierte Anteil – trägt die ursprünglichen Schmerzen und Gefühle des Traumas, wie Verzweiflung, Angst, Wut, Trauer oder Einsamkeit, die aus Erfahrungen fehlender elterlicher Fürsorge entstanden sind.
  • Der Überlebens-Anteil (Arbeiter-Anteil) – entwickelt schützende Strategien, um traumatische Gefühle zu verdrängen und den Alltag besser zu bewältigen. Dies kann zu Symptomen wie Süchten, Depressionen oder psychischen Störungen führen und eine Art Identitätsspaltung erzeugen, um das Trauma aus dem Bewusstsein fernzuhalten.


In der IoPT-Arbeit werden diese Anteile mit Hilfe eines "Anliegensatzes" sichtbar gemacht, wahrgenommen, in Beziehung gebracht und integriert. Unbewusste Gefühle und verdrängte Erfahrungen können sich zeigen und werden von mir traumsensibel und körperorientiert begleitet. 


Durch die Aufstellungsarbeit kannst du:

  • Innere Spaltungen aufheben
  • Verstrickungen in Beziehungen und familiären Mustern erkennen
  • Schutzmechanismen und traumatische Prägungen bewusster wahrnehmen
  • Innere Konflikte und emotionale Blockaden lösen
  • wieder in Kontakt mit deinem authentischen Selbst und deine Lebenskraft kommen


Die Polaritätsarbeit nach Dipl.psych. Christian Meyer


Die Polaritätsarbeit ist eine tiefenpsychologisch fundierte Methode, die darauf abzielt, innere Gegensätze, Konflikte und unbewusste Dynamiken sichtbar zu machen und zu integrieren. Sie basiert auf der Gestalttherapie und wurde von Christian Meyer in seiner therapeutischen und bewusstseinsorientierten Arbeit weiterentwickelt.
 

Im Zentrum steht die Arbeit mit Polaritäten – also scheinbar widersprüchlichen Gefühlen, Bedürfnissen oder Gedanken, die oft innere Spannungen oder Blockaden erzeugen. Die Methode ermöglicht es, verschiedene Anteile einer Person bewusst wahrzunehmen, ihre Absichten, Gefühle und oft auch verletzten Bedürfnisse zu erkennen. Es geht dabei weniger um Konfliktklärung, sondern mehr um innere Integration und Bewusstseinsentwicklung. 


Typische Wirkungen der Polaritätsarbeit sind:


Durch wiederholte Arbeit mit Polaritäten lernen Menschen inneres Hin‑ und Herdenken zu durchbrechen, tiefer liegende Gefühle zu spüren, Konflikte nicht nur kognitiv zu durchdenken, sondern gefühlsmäßig zu erleben und schließlich aus einer breiteren Bewusstseinslage heraus zu handeln.